LOD 2006 Landscapes of Desire 16. Internationales Kunstsymposion Schloss Fertőrákos, Ungarn, 14. - 29. Juli 2006
AKTZEICHNEN UND MALEREI, 14.7.-29.7. Jan Fekete, Bratislava/Wien
Workshop nach dem Aktmodell mit Jan
Fekete, der an der Kunstakademie Bratislava Aktzeichnen lehrt. Malerische und zeichnerische Erfassung von Figur und Form bilden den Ausgangspunkt. Verständnis
illusorischer und realer Materialität. Komposition, kreativer Ausdruck - Automatismus, Gestik, Expressivität, Logik. Freie Wahl der Technik - von der
Kohle- und Bleistiftzeichnung zu freien malerischen Umsetzungen und abstrakten Darstellungen von Raumtiefe und Licht auf Papier und Leinwand. Für alle
Leistungsgruppen und zur Mappenvorbereitung. Sprachen: Deutsch, Slowakisch
Dieser Workshop ist Teil des FIGURAMA
Ausstellungs- und Netzwerkprojektes (FIGURAMA Partner: Kunstakademien Bratislava und Prag, TU Brünn, Universität der angewandten Kunst, Wien,
Fachhochschule Mainz, Universität Pilsen) MALEREI UND FARBE, 14.7.-29.7. Attila Piller,
Fertőrákos/Wien
„Die Farbe ist der Ort wo unser Gehirn und das Weltall sich begegnen”, Paul Cézanne
Malerei nach freier Motivwahl mit Erlernung und Weiterentwicklung klassischer und moderner Maltechniken. Der Schwerpunkt richtet sich dabei auf den
schöpferischen Umgang mit der Farbe, von der Verfeinerung der Wahrnehmung und des Sehens, zur künstlerischen Umsetzung in Abstimmung mit den einzelnen
Farbqualitäten und den Prinzipien der Farbenlehre. Die individuelle Interpretation des Sujets und der Farbauftrag richten sich nach der gewählten
Maltechnik, von Tempera und Aquarell zu Acryl oder Ölmalerei. Erörtert werden auch Kompositionsgrundsätze und Richtlinien der Perspektive. Der
Workshop eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Sprachen: Deutsch, Englisch, Ungarisch
MALEREI INTERDISZIPLINÄR, 14.7.-29.7. Yuri Solomko, Kiew
Kunst kann das Leben verändern. Ein
Terrain freier Aktionen. Aktivitäten, wie Malerei und Zeichnung, das Schaffen von Collagen, Skulpturen, Photographien und Video - sie sind alle nur
Instrumente für die persönliche Entwicklung. Es gibt verschiedenen Motivationen für diese Aktivitäten, aber die Zielsetzung ist immer die
gleiche: eine neue Welt zu schaffen, diese in sich selbst zu öffnen und sich in ihr zu finden. Manchmal, oder auch oftmals, kommt es zum Stillstand und wir
bewegen uns im Kreis. Es ist daher wichtig Routinen zu durchbrechen. Experiment: etwas Neues zu tun, dass man nie zuvor getan hat. Das Resultat, ein Werk, dass man
selbst und wahrscheinlich auch jemand anders, mag. Vorkenntnisse sind nicht wichtig, nur die Bereitschaft sich auf ein Experiment einzulassen zählt.
Vielleicht eine grundlegende Wandlung. Alle Techniken der Malerei und Zeichnung sind möglich, auch in Kombination mit anderen Medien, wie Collage,
Photographie, Objekte und Video. Sprachen: Englisch, Russisch MALEREI - BODY-DOUBLE, 14.7. - 29.7. Gudrun Kampl, Wien
Im Workshop mit Gudrun Kampl wird Malerei in Erweiterung über die Sinne und des Materials als
gestaltendes Element erfahren. Sehgewohnheiten werden hinterfragt, unter Einbezug des Tastgefühls erfolgt die Überprüfung der Realität mit den
Händen und Körpererfahrungen. Die künstlerischen Umsetzungen erfolgen malerisch und haptisch bis hin zu einer möglichen Weiterentwicklung zum
Objekt. Der Bildträger wird Teil des gestalterischen Prozesses, von der Leinwand zu verschiedensten Stoffen, die bemalt aber auch zerschnitten und weiter
bearbeitet werden können. Der Ausgangspunkt von Gudrun Kampls künstlerischer Arbeit ist der menschliche bzw. der weibliche Körper einerseits, seine
Übersetzung in Oberfläche und Ornament andererseits. Das Hauptmaterial ist der Stoff. Materialien: Alle malerischen Techniken sind möglich auf
Leinwand und/oder Stoffe, die mitgebracht werden oder vor ort gemeinsam ausgesucht werden. Sprachen: Deutsch, Englisch FREIE
MALEREI, 22.7.-29.7. Eva Bodnar, Budapest/Wien
Malen bedeutet, mit den Händen zu denken. Zur
Einführung in diese Kunst bauen wir eine intensive Zwiesprache auf, zwischen dem momentanen Sehen einerseits und der konzentrierten Umsetzung durch
zeichnerische und malerische Mittel andererseits. Ein zeitgenössischer Zugang zur Malerei ist erkennbar an einem gewissen Tonus, mit dem die gelungene Idee,
der gelingende Strich sich materialisiert. Er gleicht dem Herzschlag eines Taschendiebes vor der erfolgreichen Tat. Zentral ist hierfür die Arbeit an der
inneren, körperlichen „Haltung”: Wie soll man sich mental einrichten, wie das Format wählen, wie soll man „sein”, um ein
Instrument des jeweiligen Formwillens werden zu können? Der Workshop fördert die persönliche Suche nach dem malerischen Ausdruck, der Wahl der
Farben, des Materials oder der Form für die Vermittlung eines jeweiligen Inhalts. Alle Techniken sind möglich. Der Workshop richtet sich an alle
Leistungsgruppen. Sprachen: Deutsch, Ungarisch KÜNSTLERISCHE DOKUMENTARPHOTOGRAPHIE, 14.7. - 29.7. Poesie der
Gegenwart Martin Marencin, Bratislava Rafal Milach, Warschau
Der
Workshop ladet ein zur Erforschung des genius loci - der einzigartigen Atmosphäre eines Ortes - von Fertőrákos, einer Gemeinde an der Grenze zu
Österreich, lange Zeit eine Grenze zwischen „Ost” und „West”. Fertőrákos, eine kleine ungarische Stadt am Neusiedler See,
eingebettet in einer sensiblen archaischen Kulturlandschaft. Zeuge der Vergangenheit, Teil des Weltkulturerbes als Treffpunkt verschiedenster Kulturen seit acht
Jahrtausenden, hat Fertőrákos viele Geschichten zu erzählen, wie dem Paneuroäischen Picknick 1989¹, ein Picknick direkt am Eisernen
Vorhang. Zeitzeuge vieler dramatischer Momente der Vergangenheit, umgeben von einer poetischen Landschaft und dem weiten Horizont des Sees, bewegt sich
Fertőrákos heute zwischen einer etwas schläfrigen, slow-motion Kongenialität, bunten Souvenirs, touristischen Bestrebungen, DJ lines am See
und einer dichten sozialen Stratifikation. Die TeilnehmerInnen des Workshops entwickeln ihre eigenen Konzepte in Bezug zu Identität, emotional-sozialer
Realität und der Dokumentation der Gegenwart. Der Workshop beinhaltet Theorie und Praxis - Recherche und konzeptuelle Entwicklung, Techniken, Brennweiten,
Formate, Ästhetik, Komposition und die Wahl zwischen Farb- oder Schwarz-Weiß-Photographie.
¹http://www.berliner-mauer.de/laszlo-nagy/lazslonagy.htm DAS PANEUROPÄISCHE PICKNICK
UND DIE GRENZÖFFNUNG, László Nagy, 1989 Sprachen: Englisch, Slowakisch, Polnisch VIDEO KUNST
WORKSHOP, 14.7. - 29.7. Adél Székely, Budapest Noemi Bartis,
Budapest Gastkritik: Michael Bielicky, Prag
Dieser Workshop findet in Kooperation mit Mediawave
International Art Foundation in Györ statt, Begründer des Mediawave International Film and Music Festivals
Ein Workshop über die
konzeptuelle Gestaltung und Produktion von Fake-Dokus (erfundene Doku) im interkulturellen Kontext. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen,
zwischen Wahr und Erfunden. Erforschung einer Doppel-Identität, die Rekonstruktion der Begriffe Heimat und Zugehörigkeit, ein neues Leben gestalten
für sich selber oder den Darstellern im Video. Eintauchen in die Kulturlandschaft von Fertőrákos, in dessen sozialen Raum und Zeitmaß und
eine neue Ebene schaffen, eine Geschichte, die zur Realität erklärt wird. Die Produktion kann auch mit Footage beliebiger Filme kombiniert werden. Der
Workshop beinhaltet Recherche, Interviews, location und sound Aufnahme, Storyboard Gestaltung, Kameraführung und die Produktion eines Kurzvideos.
Sprachen: Englisch, Ungarisch SCHMUCK DESIGN: VERKÖRPERUNG, 14.7. - 29.7. körper stücke Isaac Nkwe, Johannesburg Netzwerkpartner dieses Workshops ist Imfundiso Skills Development, die fünf Schmuckdesign
Schulen in Südafrika gegründet haben. Der Workshop wird auch europäische Design Kooperationspartner beinhalten.
Thema dieses
Workshops ist der menschliche Körper. In Südafrika waren Ideen, Begriffe und Bilder über den Körper zentrale Instrumente der
Identitätsbildung und der Machtausübung. Zielsetzung des Workshops sind Design und Produktion von Körperstücken, die einem neuen
Selbstbewusstsein entsprechen, das nicht dem Konzept sozialer Identität entspricht, sondern der individuellen Wahrnehmung seiner selbst. Die Bewegung des
eigenen Körpers Einfangen, dessen wechselnder, fließender und einzigartiger Aspekte. Der Workshop wird einen kurzen theoretischen Überblick geben
über die Schmuckindustrie Südafrikas, eine geschichtliche Kurzdarstellung über Goldminen, Kinderarbeit, Blut- und Konfliktdiamanten, sowie über
konkrete Mineral-Benefizprojekte. Der theoretische Teil wird auch eine Einführung in traditionelle Afrikanische Goldschmiede Techniken, verwendete Materialien
und Design, beinhalten. Der praktische Bereich umfasst die Entwicklung der eigenen Idee, unter Berücksichtigung von Tragbarkeit, Diversität, Innovation
und zeitgenössischem Ausdruck. Es folgt die technische Zeichnung, Entwürfe und das endgültige Design. Nach einer Demonstration der tools und des
Equipment der Schmuckherstellung, erfolgen Fertigung und Finish der Schmuckstücke. Materialien: Silber, Kupfer, Messing, Perspex, Perlen, Leder u.a.
Sprache: Englisch INTERNATIONALER ARCHITEKTUR WORKSHOP, 14.7. - 29.7. „GENIUS LOCI - POESIE DES RAUMES”
Fertőrákos, Weltkulturerbe-Landschaft am Neusiedler See
Jan Tabor, Wien/Brünn fea - forum
experimentelle architektur quartier21 / Museumsquartier, Wien Heidulf Gerngross, Wien ST/A/R, Verein für
Städteplanung / Architektur / Religion Lubomir Nosko, Bratislava Citylab Bratislava, www.citylab.sk
Konzeptuell analytisch, praktisch real, utopisch visionär nähert sich der Workshop der
empfindsamen archaischen Weltkulturerbe Landschaft am Neusiedler See. Ein Treffpunkt verschiedenster Kulturen seit 8000 Jahren. Der Workshop verfolgt zwei
Strömungen: die sinnliche Erfassung der Landschaft als tableau vivant und die Entwicklung strategischer - auch utopischer - Raumkonzepte, die
Sensibilität zum Umfeld mit den Ansprüchen der modernen Freizeitgesellschaft vereinen. Des weiteren mit praktischen Umsetzungen, der Gestaltung von
living environments, dem Bau einfacher Strukturen und / oder Design-Mobiliars, zur funktionalen Anwendung vor ort.
Wir beschäftigen uns mit - lokalen Baumaterialen, Schilf, Heu, Erde, Sandstein - Rhythmus, Struktur, Proportion, Beziehung Gebautem zur Natur - Dem Genius Loci des Dorfes,
der hervorragend erhaltenen typischen Dorfsituation, der kulturellen Infrastruktur, dem Römersteinbruch und dem 700 jährigen Schloss - mit taktiler
Wahrnehmung und der Moderne
Der Workshop findet in Kooperation mit verschiedenen Kulturinitiativen, Akademien und Technischen Universitäten in
Bratislava, Györ, Sopron, Brünn, Katowice und Wien statt. PERFORMANCE Territorios del Arte Vincent +
Féria, Paris/Venezuela 14.7. - 29.7.
Workshop mit den Performance- und Aktionskünstlern Francoise Vincent und Elohim Feria,
die seit 1993 gemeinsam als VINCENT + FERIA agieren. Mit ihren Performances reagieren sie auf die Städte und Orte, die sie besuchen. Dabei werden die
benötigten Requisiten im lokalen Umfeld recherchiert. V+F werden einen Einblick in die Performan-cekunst und über ihr eigenes Schaffen geben und dann mit
den TeilnehmerInnen individuelle Konzepte erarbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf Aktionen und Interventionen visueller, sozialer, ästhetischer, plastischer,
gastronomischer Natur. Dabei werden geographische, sozio-kulturelle und imaginaire Räume erforscht, das Verhältnis von performativer Kunst und dem Ort
thematisiert, komplexe Fragen des Lebens und der heutigen Zeit behandelt, und der Akt der Präsentation als das erfahren, was er ist: eine ganz spezielle Art
der Kommunikation. Sprachen: Englisch, Französisch, Spanisch |