Sisonke CCDC Review connecting culture austria www.connectingculture.at 09.04.2007 SISONKE Cross Continental Design Catwalk 07 /
Quartier 21 / REVIEW SISONKE bedeutet Zusammengehörigkeit in Zulu und steht für einen kreativen Austausch zwischen Südafrika
und Europa. Das Ergebnis eines solchen konnte am 31. März 2007 im Wiener Museumsquartier, Quartier 21 bestaunt werden. Im Rahmen des einwöchigen
New Design Festival fand hier die Premiere des Cross Continental Design Catwalk 07 statt - eine außergewöhnliche
Schmuck- und Modedesign-Performance mit zeitgenössischem Tanz, Musik und Video. Von KulturAXE (Wien) und
Imfundiso (Südafrika) konzipiert, wird SISONKE gemeinsam mit der New Design University St. Pölten , der
Südafrikanischen Botschaft Wien sowie institutionellen Partnern in Österreich, der Slowakei, Ungarn und Südafrika realisiert. So
war es der südafrikanische Botschafter Leslie Gumbi, der den Abend einleitete, gefolgt von der Vizebürgermeisterin der Stadt Wien,
Mag. Renate Brauner, dem Botschafter Emil Brix, Leiter der Kultursektion des Bundesministeriums für europäische und
internationale Angelegenheiten, und Mag. Barry John Hewson, dem Dekan der New Design University St. Pölten. Die Show selbst war ein
einzigartiges Zusammenspiel aus Farben, Formen und Bewegungen. Hauptprotagonist: die Mode. In einer mitreißenden Choreografie stellten die Tänzer
Kleidung und Schmuck zur Schau, musikalisch hinterlegt durch die Rhythmen der SISONKE Stage Band und optisch abgerundet durch dezent im
Hintergrund gehaltene Visualisierungen. Das zweite wesentliche Element des Abends: der Gesang. Mit unglaublichem Ausdruck zog der energetische und charismatische
Sänger, zum Teil durch weibliche Stimmen unterstützt, die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Alles in allem ein Kunstwerk, dessen einzelne Teile
ineinander übergingen und zu einem Ganzen verschmolzen. Ein Erlebnis für Augen und Ohren! KulturAXE, einer der Eckpfeiler des Projekts
SISONKE, wurde 1995 ins Leben gerufen und steht seit 1998 in kontinuierlichem Austausch mit Südafrika. Imfundiso (ISD) wurde 2001 in
Südafrika zur Schmuckdesign-Ausbildung historisch benachteiligter und arbeitsloser Jugendlicher gegründet. Zielsetzung von Imfundiso ist die
Förderung des kreativen Potentials der Jugend, die Unterstützung zur Einkommens- und Arbeitsplatzbeschaffung und die Schaffung von
Bildungsmöglichkeiten für Jugendliche ohne entsprechenden Schulabschluss. Das hieraus erwachsene Projekt SISONKE sieht sich als nachhaltigen Prozess, der
soziale, gesellschaftspolitische und künstlerische Inhalte vereint. Artikel und Fotos: Klara Vakaj
e-motionArtspaceINTERNETKUNSTZEITSCHRIFT 47 *Mai 2007* www.e-motion-artspace.info/...
Nur 2 Tage, nur 2 Performances und das in relativ kleinem Rahmen, boten KulturAXE, Wien und IMFUNDISO, Südafrika, schade, denn das Resultat
dieser Zusammenarbeit war absolute Spitzenklasse! VORDERGRÜNDIG MODESCHAU - dabei musikalische Lifeperformance in kunstvollem Lichtdesign und dargeboten mit
UMWERFENDER CHOREOGRAPHIE. SISONKE bedeutet Zusammengehörigkeit in Zulu, nicht jede Zusammenarbeit führt zu Mehrwert, diese schon, und
Zusammengehörigkeit will sensibel ausgelotet werden. Dieses Beispiel ist gerade weil es eine "Modeerscheinung" nicht gerade glücklicher 'Art
ist, dass alle mit allen cooperieren, wobei oft genug nur übler Filz herauskommt, davon abzugrenzen. Es ist ein Beispiel wie sich junges Design potenziert,
durch die Auseinandersetzung mit einer anderen Kulturlandschaft. Die Kleidungsstücke und Schmuckstücke sind nur sehr zum Teil alltagsfähig, die
Anregung für praxisorientiertere Mode ist aber gewaltig, ein künstlerisches Potential, wie man es schon lange nicht mehr gesehen hat, wurde in
"Szenen" vorgeführt, dadurch wurden die Disziplinen Catwalk und Theater fließend ZUR NEUEN KUNSTFORM |