Martin Marenčin wurde 1956 in Bratislava geboren, in der Familie eines Surrealisten & Pataphysikers (Pataphysik, ein
absurdistisches Philosophie- und Wissenschafts-Konzept des französischen Schriftstellers Alfred Jarry). 1981 Absolvent der Elektrotechnischen Fakultät,
TU, Bratislava und zehnjährige Berufstätigkeit beim Slowakischem Rundfunk. Seit 1992 freiberuflicher Fotograph in den Bereichen Dokumentation und
Portrait. In Zeiten einer fehlenden Dokumentarphotographie in den Slowakischen Medien, gründete er die NGO Slowakische Dokumentarphotographie, welche
sozio-dokumentarische Projekte fördert und sich auf das Leben in der Slowakei ausrichtet. Von 2001-2004 erlangte er sechs Auszeichnungen (davon drei 1.
Preise) bei den TSCHECHISCHE PRESSE PHOTO und FUJI € PRESS PHOTO Wettbewerben. Für sein Projekt "Slowly Slovakia" erhielt er 2003 das
Vaculik Advertising Stipendium und 2004 Auszeichnung Transatlantischer Kulturaustausch, Credit Suisse Meisterklasse für Photojournalisten aus MOE.
Einzelausstellungen (Auszug) 2006 "Slowly Slovakia", Oravská Galerie, Dolný Kubín, SK; Slowakisches Institut,
Prag, CZ; 2005 "Slowly Slovakia", Galerie Štefana Prokopa, Pezinok, SK; 2004 "Slowly Slovakia", Galéria Profil, Bratislava, SK;
1993 Photos, Festival du Pied, Die, F; 1992 Portraits, Junior klub na Chmelnici, Prag, CZ; 1990 November-December 1989, Avranches, F; 1989 November-December 1989,
Mozart's House, Bratislava, SK; 1985 Junge Photographie Bratislava, Komorná galéria fotografie, Bratislava, SK.
Ausstellungsbeteiligungen (Auszug) 2006 As a first one always the third one, Galerie GUBA, Bratislava, SK; 2005 Borders, Galerie VEŽA,
Bratislava, SK; As a first one always the third one, Galerie Jána Koniarka, Trnava, SK; Stadtgalerie, Nitra, SK; Landesgalerie, Žilina, SK; Slovakia
through the lens of documentary photographers, Circulo de Bellas Artes, Sala Antonio Palacios, Madrid, E; As a first one always the second one, Staatsgalerie
Banská Bystrica, SK; Landesgalerie, Košice, SK; 2004 Fujifilm Euro Press Photo Awards 2004, Bratislava, SK; SLOWAKEI - durch die Linse von
Dokumentarfotografen und -fotografinnen, Galerie 1+2, Schloss Wolkersdorf, Austria; Dom Aktjorov, Moskau, Russland; 2003 8x3, Ausstellung der Slowakischen
Dokumentarphotographie Gruppe, Sydney, Australien; Fujifilm Euro Press Photo Awards 2003, Bratislava, SK; The best with Mum & Dad, Galerie Jána
Koniarka, Trnava, SK; SLOWAKEI - durch die Linse von Dokumentarfotografen und -fotografinnen, Instituco Slovacco, Roma, I; Complex Des Jardins, Montreal, Canada;
Haus der Photographie, Poprad, SK; 2002 Czech Press Photo 2002, Prague, CZ; 8x3, Exhibition of the Slovak documentary photography group, Commune di Povoletto, I;
Nové Město nad Metují, CZ; The best with Mum & Dad, Bratislava + Košice, SK; Banská Bystrica + Žilina, SK; Rodinný
album.sk, Múzeum Bruntál, CZ; Stadtgalerie, Nitra, SK; Staatsgalerie Banská Bystrica, SK; Landesgalerie, Dolný Kubín, SK; 2001
Rodinný album.sk, Galéria UBS, Bratislava, SK; Czech Press Photo 2001, Prag, CZ; 8x3, Exhibition of the Slovak documentary photography group,
Galéria Ľudovej banky, Bratislava, SK. Zu den Abbildungen Martin Marenčin: SLOWLY SLOVAKIA 2001-2004
Marenčin dokumentiert eine langsame Slowakei mit anonymen Veranstaltungen, wo man nicht auffällt und als Teil der Lokalkoloratur toleriert wird. Er ist
von Massenveranstaltungen fasziniert - traditionellen Folklore Events, Rock Konzerte, Disco Partys. Die kontrastreichen Farben verwandeln eine normale Episode in
ein Konsumenten und Werbeplakat, welche im Gegensatz stehen zum Bildmotiv der alten Traditionen. "Die Zeiten haben sich endlich geändert, die Menschen
sind, dennoch nicht schnell verändert, sonder ziemlich langsam. Alte Denkmuster werden langsam in neue transformiert. Das Antiquierte verblasst
stückweise, während das Neue, das Moderne langsam aufsteigt. Ich finde diese Gegenwart so absurd wie die Vergangenheit. Ich liebe Schwarz Weiß
Photografie, aber ich finde, dass die Farb-Absurdität besser passt um gegenwärtige Zeiten visuell darzustellen. Kann es sein, dass die Farben in meinen
Fotos etwas seltsam sind? Mein Projekt ist ein Ironisches, vielleicht sogar sarkastisch. Und ich kann daher keine realen Farben verwenden. Ich möchte meinen
Bildern einen Konsum und Kommerz Anstrich geben. Wenn ich traditionelle Folklore Festivals dokumentiere, hatte ich auf jedem Foto Musiker. Jetzt kommen sie nur
noch in einer einzigen Aufnahme vor. Es passiert einfach auf diese Weise. Alles gab mir irgendwie ein Plastik Gefühl. Die absurde Welt der Werbung im Kontext
alter Traditionen. Buden, Schirme, Plastikbecher, Plakate. Wir sollten keine Illusionen darüber haben, wer wir wirklich sind..." |